Girokonto
für Jedermann

Prüfweg 05 · Aktualisiert 20. September 2026

Daueraufträge beim Kontowechsel sichern

Daueraufträge werden vom eigenen Institut ausgeführt und müssen mit Betrag, Termin und Enddatum neu kontrolliert werden.

Einordnung

Anders als bei einer Lastschrift stößt der Kontoinhaber den regelmäßigen Auftrag an. Beim Wechsel sollte jeder Auftrag auf dem neuen Konto eingerichtet und auf dem alten erst nach bestätigter Ausführung oder geplantem Stichtag gelöscht werden.

Vorgehen

Exportieren Sie die Liste, prüfen Sie Empfängername, IBAN, Rhythmus, Ausführungstag und Verwendungszweck. Legen Sie die Aufträge in Prioritätsreihenfolge neu an. Achten Sie darauf, denselben Monat nicht doppelt auszuführen.

Unterlagen

Screenshots oder PDF-Bestätigungen vor und nach dem Wechsel erlauben einen Abgleich. Löschen Sie sensible Kopien sicher, sobald sie nicht mehr gebraucht werden.

Grenzen und Fehlerfälle

Wochenenden und Feiertage können Ausführungstage beeinflussen. Ein Dauerauftrag ist außerdem kein Nachweis, dass ein Vertragspartner die neue IBAN für Erstattungen gespeichert hat.

Aufträge vollständig inventarisieren

Listen Sie Empfänger, IBAN, Betrag, Verwendungszweck, Rhythmus und nächsten Ausführungstag jedes Dauerauftrags auf. Prüfen Sie auch pausierte oder nur jährlich ausgeführte Aufträge. Übernehmen Sie Daten nicht aus unsicheren Nachrichten, sondern aus dem bestehenden Onlinebanking oder gespeicherten Vertrag. Eine Liste darf keine TAN oder Zugangsdaten enthalten. Stimmen Name und IBAN nicht plausibel überein, klären Sie die Empfängerdaten vor der Einrichtung beim neuen Institut.

Doppelausführung verhindern

Legen Sie für jeden Auftrag fest, wann die letzte Ausführung vom alten und die erste vom neuen Konto stattfinden soll. Berücksichtigen Sie Bankarbeitstage und bereits vorgemerkte Buchungen. Löschen Sie den alten Auftrag erst, wenn der Übergang dokumentiert ist, richten Sie den neuen aber nicht mit überschneidendem Termin ein. Kontrollieren Sie Betrag und Verwendungszweck vor Freigabe. Die technische Einrichtung ist kein Beleg dafür, dass die erste Ausführung erfolgreich erfolgt.

Erste Buchung abgleichen

Vergleichen Sie nach dem geplanten Termin beide Konten sowie, wenn möglich, die Bestätigung des Empfängers. Bei Ausfall informieren Sie den Empfänger frühzeitig und vereinbaren einen nachvollziehbaren Ersatzweg. Bei Doppelzahlung fordern Sie nicht wahllos Rückbuchungen an, sondern klären zunächst Zuordnung und Rückzahlung. Bewahren Sie Einrichtungsbestätigung und Kontoauszug auf. Der Leitfaden kann weder Ausführungstag noch Rückerstattung für den Einzelfall garantieren.

Variable Aufträge getrennt behandeln

Bei schwankenden Beträgen oder wechselnden Verwendungszwecken prüfen Sie, ob ein Dauerauftrag überhaupt das passende Instrument bleibt. Mietanpassungen, Ratenänderungen oder befristete Zahlungen benötigen einen dokumentierten End- oder Änderungszeitpunkt. Übernehmen Sie keine veraltete Summe bloß automatisch aus der bisherigen Liste. Stimmen Sie Änderungen mit dem Empfänger ab und bewahren Sie die Grundlage auf. So wird ein korrekt übertragener, aber inhaltlich überholter Auftrag nicht mit einem Bankfehler verwechselt. Kontrollieren Sie nach einer Anpassung sowohl den gespeicherten Auftrag als auch dessen nächste Ausführung. Nur dadurch wird sichtbar, ob Betrag, Termin und Verwendungszweck gemeinsam richtig übernommen wurden.

Amtliche Grundlagen

Quellen geprüft am 20. September 2026. Maßgeblich bleibt der aktuelle Originaltext.