Kurzantwort
Institute müssen Vertragspartner identifizieren. Dafür kommen je nach Angebot Filiale, Videoverfahren, elektronische Identität oder andere zulässige Wege in Betracht. Technische Probleme eines Verfahrens beweisen weder fehlende Identität noch einen endgültigen Ablehnungsgrund.
Vorgehen
Achten Sie auf gültige, gut lesbare Dokumente und gleiche Namensschreibweise. Nutzen Sie nur den offiziellen Kanal des Instituts oder seines benannten Dienstleisters. Bei Abbruch notieren Sie Zeitpunkt, Fehlermeldung und Vorgangsnummer, ohne Dokumentbilder unverschlüsselt weiterzusenden.
Unterlagen
Erforderlich sind die vom zulässigen Verfahren akzeptierten Identitätsunterlagen. Zusätzliche Selfies oder Videobilder sind besonders schutzbedürftig. Prüfen Sie Datenschutzhinweise, Empfänger und Löschinformationen, bevor Sie sensible Aufnahmen übermitteln.
Grenzen
Nicht jedes ausländische Dokument wird von jedem technischen Kanal verarbeitet. Das kann einen alternativen Identifizierungsweg erforderlich machen, ist aber keine pauschale Aussage über den materiellen Basiskontoanspruch.
Zweck der Prüfung verstehen
Die Bank muss wissen, mit wem sie einen Vertrag schließt. Identifizierung prüft die Person und darf nicht mit einer Bonitätsbewertung oder der Entscheidung über einen Kreditrahmen vermischt werden. Das Verfahren erfasst regelmäßig Dokumentdaten und kann bei Video-Ident zusätzlich Bild und Ton verarbeiten. Fragen Sie, welcher Dienstleister beteiligt ist, welche Datenschutzhinweise gelten und ob ein anderer angebotener Kanal weniger technische Hürden verursacht. Eine erfolgreiche Identifizierung allein verpflichtet nicht zum Abschluss jedes freiwilligen Kontoprodukts.
Dokument und Verfahren abgleichen
Kontrollieren Sie Gültigkeitsdatum, Lesbarkeit und maschinenlesbare Zone des Ausweises. Manche technischen Verfahren akzeptieren nicht jedes ausländische Dokument, obwohl die Person grundsätzlich identifizierbar sein kann. Daraus folgt zunächst ein Kanalproblem, keine endgültige rechtliche Bewertung. Notieren Sie den Fehlercode und bitten Sie das Institut um die Liste zugelassener Alternativen. Verändern, beschneiden oder bearbeiten Sie Dokumentbilder nicht, sofern die Bank dies nicht ausdrücklich für eine sichere Schwärzung erlaubt.
Betrugsrisiken beim Identifizieren begrenzen
Starten Sie die Identifizierung nur aus dem offiziellen Antrag oder einer selbst geprüften Bankdomain. Keine Bank benötigt eine TAN, um einen Ausweis zu kontrollieren. Teilen Sie Ihren Bildschirm nicht mit unaufgeforderten Anrufern und installieren Sie keine Fernwartungssoftware. Prüfen Sie vor einer Videoverbindung den Namen des benannten Dienstleisters. Wird ein Vorgang überraschend neu gestartet, schließen Sie die Sitzung und kontaktieren Sie die Bank über eine unabhängig recherchierte Nummer.
Fehler nachvollziehbar eskalieren
Trennen Sie technische Ablehnung, unlesbares Dokument und materielle Kontoentscheidung. Fordern Sie bei wiederholtem Scheitern eine Vorgangsnummer sowie die konkrete Information, welcher Prüfschritt offen ist. Bewahren Sie keine unnötigen Selfies oder Ausweiskopien in einer ungeschützten Galerie auf. Wenn ein ausdrücklicher Basiskontoantrag wegen angeblich unmöglicher Identifizierung endet, sollte die schriftliche Begründung zusammen mit den verfügbaren amtlichen Unterlagen fachkundig geprüft werden. Vermerken Sie dabei auch, welche Alternativen Sie erfragt haben und welche davon das Institut tatsächlich anbietet.
Quellen geprüft am 20. September 2026. Maßgeblich bleibt der aktuelle Originaltext.